Aus Stein gehauen, im Feuer gestählt,
vom Schicksal zur eisernen Festung gewählt.
Wo Stürme toben und Banner wehn,
wird Ringburg in ewiger Pracht bestehen.
Ein Kreis aus Granit, ein geschlossenes Band,
zieht seine Grenzen durchs blutige Land.
Kein Widder durchbricht diese uralte Macht,
kein Späher entkommt in der finsteren Nacht.
Die Speere gefällt, die Sehnen gespannt,
wird jeder Vorstoß im Keim verbannt.
Doch wer glaubt, wir verharren im Schutz unserer Mauer,
der spürt schon bald die tödliche Lauer.
Wenn die Axtkämpfer blitzend im Morgenlicht stehn
und die Reiterscharen zu Felde ziehn.
Das Adelsgeschlecht marschiert schweigend voran,
bis das nächste Dorf eingenommen werden kann.
Den Treuen ein Schutzschild, den Treulosen Gram,
wir kämpfen für Ehre, den Sieg und den Stamm.
Reichst du die Hand, stehn wir an deiner Seite,
ziehst du das Schwert, suchst du vergeblich das Weite.
So bedenke deine Schritte, bevor du marschierst,
eh du dein Gefolge im Schlachtenlärm verlierst.
Denn hier herrscht Ringburg – unbeugsam und stolz,
geschmiedet aus Eisen, Granit und hartem Holz.